Gesunde Ernährung für alle - die gibt es nicht

Die allgegenwärtige Ernährungspropaganda zu gesundem und ungesundem Essen, zu guten und schlechten Nahrungsmitteln, zu Idealgewicht und perfekten Körpermassen hat beinahe ersatzreligiöse Ausmasse angenommen.

Auf der einen Seite agieren die Verfechter von Bio-Kost und die Ernährungsregel-Hörigen - auf der andern Seite postulieren Vegetarier und Veganer die fleischlose Ernährung. Dann gibt es auch noch die Rohköstler oder Steinzeit-Esser. Eher harmlos erscheinen dagegen die "LowCarb" Jünger, die glauben mit wenig Kohlenhydraten sei der "goldene Weg zum Ernährungsglück" gefunden.

Neben all diesen Ernährungsideologien scheint unsere natürliche Ernährungsform in der öffentlich-medialen Wahrnehmung kaum mehr präsent zu sein: der gesunde Mensch isst, wenn er Hunger hat und zwar das, worauf er Lust hat und was ihm gut schmeckt und gut tut - frei von Ernährungsregeln und Gesundheitspropaganda.

Die kritische Analyse von über 500 aktuellen Studienergebnissen zeigt nämlich unmissverständlich: Es gibt schlicht und einfach keinen wissenschaftlichen Beleg, dass irgendeine Ernährungsform oder gar ein Lebensmittel krank, gesund, schlank oder dick macht. Genauso wenig lassen sich aus den schwachen Daten der Ernährungsforschung allgemein gültige Ernährungsregeln ableiten.

Fazit: Jeder Mensch is(s)t anders - daher kann nur der eigene Körper wissen, welches Essen für ihn gut und gesund ist. Essen Sie nur dann, wenn Sie echten Hunger haben und nur das, worauf Sie Lust verspüren, was Ihnen schmeckt und was Sie gut vertragen. Wenn Sie dann auch noch spüren, welches die richtige Menge ist bzw. wann Sie satt sind, kann Sie das auch noch dem Wunschgewicht näher bringen.


"Geniessen" ist der Schlüssel zur gesunden Ernährung - Fanatismus und Übertreibungen in diese oder jene Richtung sind in jedem Fall kontraproduktiv. Dazu kommt, dass die meisten "wissenschaftlichen Fakten" in Bezug auf gesunde Ernährung nichts weiter als Meinungen sind !